16. Juli 2014

Erfolgsfaktoren von Infografiken als B2B-Marketing-Tool


Die zunehmende Verbreitung von Infografiken als Marketing-Instrument zur visuellen Darstellung von Zusammenhängen steht im Mittelpunkt dieses Artikels.

Der überwiegende Teil der menschlichen Sinneswahrnehmung erfolgt durch das Sehen. Nach der Dual Coding-Theorie können Wörter und Texte besser verarbeitet und behalten werden, wenn sie gleichzeitig durch Bilder in einem multisensorischen Lernzusammenhang visualisiert werden. Durch die Visualisierung von komplexen und vielschichtigen Daten in einer Infografik lassen sich also leichter Muster und Trends erkennen. (1)

Eine Infografik dient in der Regel der "Explanation" und ist der Disziplin des "Informationsdesign" zuzuordnen. Informationsdesign hat das Ziel, Informationen so zu gestalten, dass der Betrachter Orientierung über eine Vielzahl von Informationen erlangt. Ein weiteres Ziel besteht darin, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen. Die Infografik soll benutzerfreundlich und handhabbar sein - eine Forderung, die dem Usability-Konzept entstammt.


Kritische Würdigung der Informationsvermittlung durch Infografiken
Bei der angestrebten Vermittlung komplexer Sachverhalte durch den Autor an die Zielgruppe der Infografik können Kommunikationsprobleme auftreten. Ausgehend vom Prozess, in welchem der Autor bei der Konzeption bzw. der Designer beim Erstellen der Infografik Daten und Werte kodiert, die anschliessend von der Zielgruppe decodiert werden sollen, können Sender-Empfänger-Probleme auftreten.

Der Verfasser einer Infografik trifft bei der Umwandlung der Daten auch immer eine Auswahl bei
  • Priorisierung
  • Sortierung
  • Aufbereitung 
der wichtigsten Inhalte. Diese Transformationsleistung führt im Ergebnis zu subjektiven Entscheidungen des Autors über Vollständigkeit, Objektivität, Überprüfbarkeit, Reliabilität und Relevanz der dargestellten Sachverhalte und Zusammenhänge. (2)


(1) Im Eingangsbereich von Museen wird im Rahmen von sogenannten "Multivisionen" häufig auf die kombinierte Visualisierung von Text und Bildern zurück gegriffen. In kurzer Zeit sollen sich Museumsbesucher mit einer Vielzahl von Informationen und Zusammenhängen vertraut machen.
(2) Vgl. Gertler, Martin (2011): Dozentenseminar Wissenschaftliches Arbeiten. Skript. S. 36 (verfügbar über www.gertler.net)


Zitiervorschlag für diesen Beitrag:
Mahrdt, Niklas (2014): Erfolgsfaktoren von Infografiken als B2B-Marketing-Tool. In: Media Economics Institut (Hg.): Cross Science (2014). Wissenschaftsblog für Marketing. Weblink: http://www.cross-science.de/2014/07/definition-von-multichannel-cross.html (bitte unter Angabe des Abrufdatums zitieren) 

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